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Der Versicherungsvertrag
Wichtiger Hinweis zur Gesetzeslage ab 01.01.2008
Der Versicherungsvertrag bildet die Grundlage für Ansprüche des Versicherungsnehmers
oder berechtigter Dritter gegen den Versicherer.
Haftung des Versicherers ab Zahlung der Erstprämie
Ist der Versicherungsvertrag zustande gekommen, heißt dies noch nicht, dass der Versicherer in jedem
Fall bei Eintritt des Versicherungsfalls die vereinbarte Entschädigungssumme zahlen muss, der Versicherungsnehmer also Versicherungsschutz
genießt. Vielmehr ist als Voraussetzung für eine Haftung des Versicherers erforderlich, dass der Versicherungsnehmer die Versicherungsprämie - auch Prämie, Beitrag oder Versicherungsbeitrag genannt - gezahlt hat. Man spricht hier von der sog.
Einlösungsklausel: Der Versicherer haftet erst nach Zahlung der Erstprämie
durch den Versicherungsnehmer. Weitere Hinweise, die ein Versicherungsnehmer im Hinblick auf die Zahlung der Versicherungsprämie beachten sollte, finden Sie auf der Seite “Die Prämienzahlungspflicht”.
Allgemeine Versicherungsbedingungen
Zu beachten ist, dass sich die vertraglichen Rechte und Pflichten nicht nur aus dem Versicherungsschein ergeben, sondern insbesondere
auch aus den Versicherungsbedingungen (Allgemeine Versicherungsbedingungen - AVB - und Besondere Versicherungs- bedingungen), die Bestandteil des Versicherungsvertrages sind. Weitere Rechte
und Pflichten ergeben sich aus dem Versicherungs- vertragsgesetz (VVG).
Pflichten des Versicherungsnehmers
Zu den Pflichten des Versicherungsnehmers gehört die Erfüllung sogenannter Obliegenheiten, die in den Versicherungsbedingungen näher bezeichnet sind. Zu den Obliegenheiten zählt z.B. die Anzeige einer Gefahrerhöhung. Erfüllt der Versicherungsnehmer seine Obliegenheiten nicht, kann dies dazu führen, dass der Versicherer beim Versicherungsfall seine Leistungsverpflichtung in Abrede stellt. Der Versicherungsnehmer haftet
unter Umständen auch für das Verhalten Dritter.
Beteiligung Dritter am Versicherungsvertrag
Aus dem Versicherungsvertrag können - außer dem Versicherungsnehmer - weitere Personen berechtigt sein, gegenüber dem Versicherer Ansprüche zu
stellen. Dies ist zum Beispiel bei der Lebensversicherung der Bezugsberechtigte im Falle des Todes der versicherten Person. Versicherungsnehmer und
versicherte Person müssen nicht unbedingt identisch sein. Sie können bei der Personenversicherung
(z.B. Kranken-, Unfall- und Lebensversicherung) personenverschieden sein. Der Ehemann kann beispielsweise als Versicherungsnehmer eine Unfallversicherung auf seine Ehefrau als versicherte Person abschließen. Die
versicherte Person muss dem Versicherungsvertrag jedoch zustimmen.
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